Eine runde Sache: Cakepops... Kuchen am Stiel


Hallo liebe Leser,

letzte Woche war ich wieder zu Besuch bei Villa Tortenspiel in Frankfurt, um dort einen der allseits beliebten Backkurse zu belegen. Dieses Mal ging es um das Thema Cakepops - das sind meist runde Kuchenkugeln, die oft mit viel Schokolade bunt dekoriert sind und wie ein Lollipop auf einem Stiel serviert werden.


Bereits vor einigen Jahren wagte ich mich an die bunten Kugeln und scheiterte kläglich. Zeit also, einen neuen Versuch zu wagen. Insgesamt sieben wagemutige Hobbybäcker waren an diesem Tag angetreten, um sich die Kugel zu geben - die Kuchenkugel versteht sich. Frau Keller, die Kursleiterin, führte uns alle behutsam in die hohe Kunst der Cakepops ein. Zunächst erklärte sie den Teilnehmern, dass die beliebten Kugeln in zwei Kategorien einzuteilen sind: Cakepops aus Modelliermasse und Cakepops aus normalen Kuchenteig, welche oft aus einer speziellen Backform gebacken werden. 


Unser Backkurs sollte sich hauptsächlich um Cakepops aus Modelliermasse drehen. Hierzu benötigt man folgende Zutaten:

- Rührkuchen vom Vortag oder älter (bitte keinen Biskuitboden verwenden)
- Marzipan
- gekochte Marmelade nach Wahl
- Kuvertüre nach Belieben
- Streusel, Streusel und nochmals Streusel

Natürlich kann man die Modelliermasse auch mit Frischkäse zubereiten, allerdings halten sich die Küchlein am Stiel dann nur wenige Tage und müssen stets gekühlt werden. 

Bei der Mengenangabe gibt es keine Richtwerte, am Ende sollte nur eine schöne homogene Masse entstehen, die sich leicht formen lässt, aber dabei auch nicht zu weich ist. Die Marmelade muss vorher nochmals gekocht werden, damit sie schön fest ist. 

Nachdem die Modelliermasse fertig ist, werden daraus die Kugeln oder anderen Formen gestaltet. Der Phantasie stehen hierbei nur sehr wenige Grenzen im Weg - von Hello Kitty bis zur süßen Biene ist fast alles möglich. Besonders gut hat mir persönlich der kleine Fliegenpilz gefallen.


Nun nimmt man einen Stiel zur Hand, taucht dessen Spitze in flüssige Schokolade und spießt die kleinen Küchlein vorsichtig auf. Bis zur Weiterverarbeitung in den Kühlschrank legen. 

Kennt ihr das, wenn die Schokolade einen weißen Schleier hat? Ist mir leider schon ziemlich oft passiert. Die Antwort auf dieses Problem nennt sich impfen. Klingt komisch, ist aber so. Schokolade impfen bedeutet, dass man einen Teil Kuvertüre ganz normal im Wasserbad oder in der Mikrowelle erwärmt und in die erwärmte Masse normale Schokolade mit Zimmertemperatur hinzugibt bis die gesamte Masse fast schon kalt wirkt. Um die genaue Temperatur zu ermitteln, braucht man etwas Feingefühl und Übung. Am besten lässt sich die Temperatur der Schokolade an der Lippe testen. Wirkt sie kühl, ist sie fertig geimpft - läuft nicht mehr weiß an - und kann weiterverwendet werden. Auf keinen Fall sollte die Schokolade mit Ölen usw. verfeinert werden, da dadurch die Qualität herabgesetzt wird.  

Die Cakepop-Rohlinge können nun aus dem Kühlschrank geholt werden, in die Kuvertüre eingetaucht werden und nach Lust und Laune mit Streusel bestreut werden. Ihr könnt die Cakepops aber natürlich auch nachträglich mit Schokolade oder Fondant verzieren. Wichtig ist nur, dass ihr den Cakepops Zeit zum Abträufeln gebt. Hierzu steckt ihr die Stiele nach dem Schokobad am besten in einen Behälter, ein Glas etc. und wartet kurz ab.


Mir hat der Kurs von Frau Keller sehr großen Spaß gemacht und ich war überrascht, wie toll meine Cakepops am Ende tatsächlich aussahen. 



Ermutigt von diesen Erfolg wagte ich mich das folgende Wochenende nochmal alleine an die kleinen Küchlein. Trotz einiger Probleme, bin ich auch dieses Mal mit dem Ergebnis zufrieden.


Habt ihr euch schon einmal an Cakepops gewagt? Würde mich über eure Erfahrungen und Tipps sehr freuen. 💗

Bis dahin viel Spaß beim Nachbacken.

Liebe Grüße,
Tina


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